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    Diese Website stellt den aktuellen Stand des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützten Projekts:

    Instrumentelle Analyse der phonetischen und phonologischen Struktur australischer Aboriginalsprachen:
    Konsonantenfolgen in Bininj Gun-Wok

    dar.

    Einführung

    Diachrone und synchrone Untersuchungen haben gezeigt, dass silbenfinale Konsonanten im Englischen und in anderen europäischen Sprachen weniger stabil und variabler sind als silbeninitiale Konsonanten. So ist die Tilgung von Konsonanten in finaler Stellung häufiger vertreten (zB. Latein 'septem' > Französisch 'sept'), Assimilationen treten eher regressiv als progressiv auf (zB. Latein 'ad+plicare' > Italienisch 'applicare').
    Elektropalatographische Analysen haben diese Beobachtungen bestätigt: so wurde bei wortübergreifenden C1#C2-Konsonantenverbindungen eine stärkere Variabilität des finalen C1-Konsonanten festgestellt. Ebenfalls kam es zu einer größeren Überlappung von C1 durch C2 als umgekehrt.
    Der genaue Grund für diese finale Schwächung ist, trotz unterschiedlicher Ansätze, bisher noch nicht geklärt. Es gilt nun herauszufinden ob es sich hierbei um sprachunabhängiges oder sprachspezifisches Verhalten handelt.

    Wortmaterial

    Australische Sprachen zeigen, im Gegensatz zu Europäischen, eine Tendenz zu Tilgung und Schwächung von initialen Konsonanten. Jedoch wurden bisher nur wenige experimentelle Untersuchungen durchgeführt. Die hier untersuchte Aboriginalsprache Bininj Gun-Wok wurde aufgrund der Fülle von Konsonanten an vielen Artikulationsorten ausgewählt, die große Kombinationsmöglichkeiten an Wort- und Morphemgrenzen ermöglichen. Das verwendete Wortmaterial bestand aus Wörtern, die heterorgane und homorgane Konsonantenverbindungen der Artikulationsorte alveolar, retroflex, palatal und velar an Wort-, bzw. Morphemgrenzen aufweisen. Diese wurden in einem Trägersatz eingebettet produziert. Um den Einfluss der Fokussierung ebenfalls untersuchen zu können wurde ein kontrastiver Satzrahmen gewählt ("Sag nicht A, sondern sag B .") Es wurden simultan elektropalatographische und akustische Aufnahmen gemacht.