Dokumentation emu2praat

Ausgangsmaterial in EMU
Verwendung der Oberfläche
Eine Datei umwandeln
Ganzes Verzeichnis umwandeln
Das Ergebnis in Praat

Das emu2praat Script wandelt Emu-etikettierte Dateien anhand von hlb + labfile Dateien und der dazugehörigen Templatedatei in TextGrid Dateien um, die wiederum in Praat lesbar sind.

Ausgangsmaterial in EMU:

Eine hlb Datei, die dazugehörigen labfiles und eine Templatedatei stellen das Ausgangsmaterial in Emu. Im Beispiel der Äußerung g365a007, ursprünglich aus dem Kiel Corpus, gibt es eine hlb und ein ph Datei. Die dazugehörige Templatedatei wird in diesem Beispiel xassp2emu sein.
Ein Ausschnitt dieser Äußerung in EMU wird in der folgenden Abbildung dargestellt.



Abbildung 1. Darstellung in EMU




Verwendung der Oberfläche

In der erste Zeile im Fenster (Templatedatei) wird der Name der Emu-Templatedatei angeben, die der Etikettierung der umzuwandelnde(n) Datei(en) zugrunde lag. Der Name der Templatedatei muss dabei ohne die Extension .tpl angegeben werden. Die Eingabe ist mit einem Klick auf den daneben stehenden OK Button zu bestätigen. Mit der Bestätigung überprüft das Programm, ob die angegebene Templatedatei im Emusystem vorhanden ist. Wird die angegebene Templatedatei nicht gefunden, erscheint folgende Fehlermeldung.



Abbildung 1. Fehlermeldung



Wenn die angegebene Templatedatei gefunden wird, erscheint die folgende Meldung, die nochmals den Namen der Templatedatei enthält.



Abbildung 2.Templatedatei bestätigt



Auf der emu2praat Oberfläche besteht die Möglichkeit eine Äußerung für Praat umzuwandeln (links unter „eine Datei“) oder alle Äußerungen in einem Verzeichnis (rechts unter „ein ganzes Verzeichnis“).


Umwandeln einer Datei

Für das Umwandeln einer Datei wird auf der linken Seite der Eingabemaske die umzuwandelnde Datei über den ... Button, der das Dateisystem für die Auswahl zur Verfügung stellt, ausgewählt. Hierbei ist zu beachten, dass die Äußerung aus dem Verzeichnis gewählt wird, welches als Verzeichnis für hlb Dateien in der Templatedatei angegeben ist. Außerdem muss unter Ausgabe Verzeichnis das Verzeichnis ausgewählt werden, in welchem die neue TextGrid Datei gespeichert werden soll. Hier steht über den Button wieder das Dateisystem des Rechners zur Verfügung. Danach kann über den Button Start das Umwandeln beginnen. Vom Script wird nun eine Datei mit dem Namen der Originaldatei und der Extension TextGrid erstellt, die im angegebenen Ausgabe Verzeichnis gespeichert wird. Vor dem Konvertieren überprüft das Programm die Eingabe, wobei folgende Fehlermeldungen auftreten können:



Abbildung 3.
Fehlermeldung





Abbildung 4.
Fehlermeldung





Abbildung 5.
Fehlermeldung




Diese Meldungen stoppen das Programm, somit besteht die Möglichkeit die Eingabe Datei erneut auszuwählen. Nach der Korrektur muss nochmals der Start Button angeklickt werden. Hinweis: Die Fehlermeldungen können beim Klick auf Start nicht auftauchen, wenn die Eingaben über die Button gemacht wurden.

Wenn alle Eingaben richtig sind, kann im Verlauf die folgende Meldung auftauchen (siehe Abbildung). Diese besagt nur, dass die Anfangs- und Endzeitpunkte der Signaldatei nicht direkt aus dem Track gelesen werden konnten, da die entsprechende Signaldatei nicht zu finden war. Für die Etikettierung macht das aber keinen Unterschied, außer dass die Länge des Signals in der TextGrid Datei (Praat) nicht korrekt angegeben wird.



Abbildung 6. Signaldatei nicht vorhanden



Erscheint die folgende Fehlermeldung (siehe Abbildung), stammt die Äußerung, die als Eingabe Datei eingegeben wurden, nicht aus der Datenbank, die in der ersten Zeile eingetragen wurde. Das Programm bricht an dieser Stelle ab und keine Datei wurde umgewandelt.



Abbildung 7. falsche Eingabedatei



Wenn das folgende Fenster (siehe Abbildung 8) auf dem Bildschirm erscheint, ist die Datei umgewandelt und die neue TextGrid Datei befindet sich im Ausgabe Verzeichnis. Hinweis: Dieses Fenster erscheint auch, wenn es zu einer Fehlermeldung gekommen ist und eigentlich keine Datei umgewandelt wurde.



Abbildung 8. Eine Datei umgewandelt



Ganzes Verzeichnis umwandeln:

Beim Umwandeln aller Äußerungen der Datenbank muss nur unter Ausgabe Verzeichnis das Verzeichnis angegeben werden, in dem die neuen TextGrid Dateien gespeichert werden sollen. Hierfür kann über den Button das Dateisystem des Rechners zur Hilfe genommen werden. Das Eingabe Verzeichnis wird direkt aus der Templatedatei gelesen.

Ein Klick auf den Start Button startet das Konvertieren. Die Angabe des Ausgabe Verzeichnisses wird überprüft, wobei es zur folgenden Fehlermeldung (siehe Abbildung) kommen kann.



Abbildung 9. Fehlermeldung



Diese Meldung stoppt das Programm, somit kann das Ausgabe Verzeichnis erneut gewählt werden. Nach der Korrektur muss nochmals der Start Button angeklickt werden.

Im Feld konvertiere Datei kann man bei eventuell auftretenden Fehlermeldungen nachvollziehen, welche Datei den Fehler verursacht, da in diesem Fenster dann die gerade bearbeitete Datei angezeigt wird. Die Fehlermeldungen, die auftreten können, entsprechen denen, die beim Umwandeln einer Datei, wie oben beschrieben, auftreten können.

Wenn das folgende Fenster (siehe Abbildung 9) auf dem Bildschirm erscheint, sind die Dateien der Datenbank umgewandelt und die neuen TextGrid Dateien befinden sich im ausgewählten Ausgabe Verzeichnis.



Abbildung 10. Ein Verzeichnis umgewandelt



Das Konvertieren der Dateien kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Um jedoch sicher zu gehen, dass das Programm ordnungsgemäß arbeitet, kann das Ausgabe Verzeichnis beobachtet werden, ob TextGrid Dateien hinzugefügt werden.


Das Ergebnis in Praat:

Die folgende Abbildung zeigt, wie die umgewandelte Datei in Praat dargestellt wird.



Abbildung 11. Darstellung in Praat



Die Namen der Ebenen entsprechen den Namen der Ebenen in EMU. Die Reihenfolge der Ebenen kann von der Reihenfolge in EMU etwas abweichen, da die Ebenen in Praat keine direkte Hierarchie beschreiben. Die Labels der Segmente entsprechen den Labels in EMU.

Many to many Beziehungen aus der Etikettierung in EMU werden in Praat durch das Verbinden der beteiligten Etikettierungen mit dem Unterstrich realisiert wie die folgende Abbildung demonstriert.



Abbildung 12. many-to-many in Praat