Prosodische Grenzen in unflüssiger Sprache



Beispiel 3.1 - Unflüssige Sprechweise

Die Phonetik unflüssigen Sprechens unterliegt einer starken Variation; sowohl innerhalb der Äußerungen eines Sprechers als auch zwischen verschiedenen Sprechern. Die Variabilität betrifft ebenso die phonetische Manifestation von Planungsschwierigkeiten, wie auch syntaktische und lexikalische Muster. Die Beispiele 3.1, 3.2 und 3.3 illustrieren unterschiedlich ausgeprägte unflüssige Abschnitte von zwei Sprecherinnen und einem Sprecher global über einem längeren Gesprächsausschnitt. Die dann folgenden Beispiele zeigen einzelne phonetische Phänomene, die bei unflüssiger Sprechweise im Korpus häufig vorkommen und im Text der Arbeit thematisiert sind.

Die Sprecherin in Beispiel 3.1 spricht langsam und mit vielen Pausen. Die meisten prosodischen Grenzen werden mit schwachen melodischen Bewegungen realisiert (ebene oder leicht fallende Konturen), oft mit einem sehr leichten Wiederanstieg um 15-25 Hz am Ende der Stimmhaftigkeit. Die Sprecherin benutzt innerhalb des 32-sekündigen Ausschnitts viermal Häsitationspartikeln. Der Ausschnitt enthält 16 Fälle von Pausen und/oder Atmungsphasen, so dass der Beitrag insgesamt knapp 13 Sekunden Pausen/Atmen enthält. Segmentelle Längung tritt an fast jeder prosodischen Grenze auf. Es gibt weder Wortabbrüche, Wortwiederholungen noch artikulatorische Probleme. Die syntaktische Struktur ist fehlerfrei.

Die Gesprächspartnerin produziert innerhalb des Abschnitts insgesamt fünf  Rezeptionssignale, die in recht regelmäßigen Abständen aufeinander folgen und immer in den Pausen oder Atmungsphasen von Sprecherin B lokalisiert sind. Sie zeigt sich so als geduldige Zuhörerin, die trotz der stockenden Sprechweise von Sprecherin A keinen Versuch macht, das Wort zu übernehmen.

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Textreferenzen:  4, 5.1.1, 5.1.3, 5.3
Korpusreferenz: Dialog: l02a, Sprecherin A: TLU, Beginn: 347 sek., Ende: 379 sek.
Audiodatei: Files/unfluessig/l02a01_u.wav

Transliteration:
01 A: ja, das war auch thema, und zwar 01 meinte 02 gung 03 zu 04
02 A: äh rosi, 05 dass 06 äh die klugen leute 07 äh lieber 08 geben als
03 A: nehmen. 09 und sie hat ja 10 mit ähm 11 na, der polin 12 ja, 13
04 A: im clinch gelegen, 14 weil sie sie nicht hat einziehen 15 lassen 16
05 A: zu sich. 17 und 18 irina nicht mochte. 19

Phonetische Beschreibung:

Grenze
Kontur Reset Längung Pause/Atmen/Überlagerung Sonstiges
01  eben - k.K. 550 ms Einatmen -
02 leicht fallend + sehr leicht steigend + + 510 ms Einatmen -
03 leicht fallend + sehr leicht steigend - + 480 ms Einatmen Rezeptionssignal während Atmen
04 eben k.K. k.K. 480 ms Einatmen Häsitationspartikel folgt
05 hoch steigend k.K. + 900 ms Einatmen -
06 eben k.K. + 450 ms Pause Häsitationspartikel folgt
07 leicht fallend + sehr leicht steigend k.K. + 1370 ms Pause Häsitationspartikel folgt
08 leicht fallend + sehr leicht steigend + + 570 ms Pause -
09 eben - + 710 ms Einatmen Rezeptionssignal während Einatmen
10 eben + sehr leicht steigend - + - -
11 eben k.K. + - Häsitationspartikel folgt unmittelbar
12 leicht fallend + sehr leicht steigend - + 1640 ms Pause + Einatmen -
13 tief fallend + sehr leicht steigend + + 740 ms Einatmen -
14 leicht fallend + sehr leicht steigend - - 2460 ms Pause + Einatmen Rezeptionssignal in der Pause
15 tief fallend + sehr leicht steigend - + 470 ms Pause -
16 eben + + 720 ms Einatmen Rezeptionssignal in der Pause
17 leicht fallend + sehr leicht steigend - + 660 ms Einatmen Rezeptionssignal in der Pause
18 eben k.K. k.K. 240 ms Pause -
19 tief fallend k.K. + - Sprecherwechsel folgt


Beispiel 3.2 - Unflüssige Sprechweise

Der Sprecher spricht schnell, mit vielen Häsitationspartikeln und Füllwörtern (halt, eben, quasi, also, irgendwie). Die syntaktischen Strukturen wirken holperig, sind aber weitgehend korrekt. Innerhalb des 16-sekündingen Ausschnitts gibt es fünf Häsitationspartikeln und drei Pausen. Die melodischen Bewegungen an den prosodischen Grenzen sind durchgehend schwach. Ein typisches Verhalten dieses Sprechers ist, dass die Häsitationspartikel äh ohne einen deutlichen Einschnitt an das vorangehende Wort angehängt wird. Durch diese Strategie vermeidet der Sprecher weitgehend ungefüllte Pausen.

Wie schon in Beispiel 3.1 reagiert auch hier der Gesprächspartner mit Rezeptionssignalen in den Pausen/Atmungsphasen von Sprecher A  und macht keinen Versuch das Rederecht zu übernehmen.

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Textreferenzen: 5.1, 5.1.1, 5.1.3
Korpusreferenz: Dialog: l06a, Sprecher: TRA, Beginn: 508 sek., Ende: 524 sek.
Audiodatei: Files/unfluessig/l06a01_u.wav

Transliteration:
01 A: dressler ist irgendwie super abgenervt 01 der doc dressler,
02 A: und 02 äh das eskaliert nachher darin, dass er dann halt sagt äh, 03
03 A: dass er eben äh 04 quasi die das leben also äh 05 verhindern
04 A: will, dass er äh 06 praktizieren kann als arzt. 07 und dann kommt
05 A: noch irgendwie der 08 super 09 elegant langgezogene rülpser von barney 10

Phonetische Beschreibung:
Grenze
Kontur Reset Längung Pause/Atmen/Überlagerung Sonstiges
01 eben - + - -
02 leicht fallend + - 450 ms Einatmen Rezeptionssignal während Atmen, Häsitationspartikel folgt
03 eben - k.K. 1050 ms Pause+Einatmen nach Häsitationspartikel Häsitationspartikel folgt unmittelbar
04 eben k.K. k.K. - Häsitationspartikel folgt unmittelbar
05 eben k.K. k.K. - Häsitationspartikel folgt unmittelbar
06 eben + + - Häsitationspartikel folgt unmittelbar
07 leicht fallend k.K. + 600 ms Pause Rezeptionssignal in der Pause
08 eben + + - -
09 leicht fallend - + - -
10 leicht fallend k.K. k.K. 220 ms Pause Turn wird fortgesetzt


Beispiel 3.3 - Unflüssige Sprechweise

Die Sprecherin spricht schnell und macht grammatische Fehler. Die prosodischen Grenzen im Redebeitrag sind schwach ausgeprägt. Sie verwendet keine Häsitationspartikeln. Der 15-sekündige Ausschnitt enthält nur eine Pause. Die melodischen Bewegungen an den prosodischen Grenzen sind bis auf Grenze 01 schwach. Mit diesem sprachlichen Verhalten steht die Sprecherin  aus diesem  Beispiel  in einem deutlichen Gegensatz zur Sprecherin in Beispiel 3.1, die viele Pausen macht und sich Zeit für die Planung korrekter syntaktischer Strukturen nimmt. Möglicherweise sind für die gehetzt wirkende Sprechweise in Beispiel 3.3 (im Gegensatz zu Beispiel 3.1) unterschiedliche dialogspezifische interaktive Verhaltensmuster ursächlich. In Beispiel 3.1 (sowie im ganzen Dialog aus den Beispiel 3.1 stammt) hört die Gesprächspartnerin von Sprecherin A zu und übernimmt das Wort nur selten in unflüssigen Abschnitten. Die Sprecherin B in Beispiel 3.3 verhält sich im Ursprungsdialog anders. Sie übernimmt oft das Wort bei Planungsproblemen der Partnerin und redet schnell und viel. Auch in Beispiel 3.3 übernimmt Sprecherin B mitten in der Äußerung von Sprecherin A das Wort. Das schnelle Sprechen ohne ausgeprägte prosodische Einschnitte, das Sprecherin A zeigt, ist möglicherweise eine Strategie, keine turnübergaberelevanten Positionen in der Äußerung entstehen zu lassen und so möglichst lange sprechen zu können, ohne unterbrochen zu werden. Ein solches Verhalten beschreiben Schegloff (1982) und Selting (1995) mit den Terminologien 'rush through' bzw. 'durchhecheln'.

Abspielen Abspielen des ganzen Ausschnitts

Die segmentelle Dauerstruktur von stück (Zeile 1) zeigt wortinital deutliche Veränderungen durch Planungsprobleme, Die Verschlussphase des /t/ ist auf 260 ms ausgedehnt, der Rest des Wortes hingegen ist kurz. Der nachfolgende Vokal in stück ist nur 70 ms lang. Vergleichbare phonetische Strukturen werden im Perzeptionsexperiment 3a (Abschnitt 5.2.1) hinsichtlich ihrer funktionalen Zuordnung überprüft und als starke Indikatoren unflüssiger Sprechweise eingeordnet.

Abspielen Abspielen von das stück glaub ich

Textreferenz: 4.4.2, 5.1.1, 5.1.3, 5.2.1.2
Korpusreferenz: Dialog: l01a, Sprecherin A: TEV, Sprecherin B: CJE, Beginn: 395 sek., Ende: 418 sek.
Audiodatei: Files/unfluessig/l01a01_u.wav

Transliteration:
01 A: dann sagt er auch noch das stück, glaub' ich, und kommt so an
02 A: ihn ran. 01 ja, aber das hast du n/ 02 ja, und dann sind sie
03 A: da eben und dann sagt er ja noch, 03 % dass dass er den 04 was
04 A: er denn machen soll, und so, und dass er den titel ja zurückgeben
05 A: [soll, und so, und 05 was hätte er denn machen sollen da.] 06
06 B: [m, genau. und dass er ihm dann                          ]
07 B: nachher noch droht oder denn [meint da also], wenn wenn ihr so wütend
08 A:                              [ja, genau    ]
09 B: seid also, wenn ihr meint, meine Moral ist nichts wert, und denn knallt
10 B: er sich grei/ greift er so ihn äh in so ins hemd und sagt denn
11 B: mein ziehsohn

Phonetische Beschreibung:
Grenze
Kontur Reset Längung Pause/Atmen/Überlagerung Sonstiges
01 mittelhoch steigend k.K. + - -
02 eben + k.K. - -
03 eben - k.K. - -
04 eben - + 410 ms Pause nach glottalem Knarren -
05 eben - + Überlagerung beginnt bei soll tiefes Register, Intensitätsabnahme
06 leicht fallend + sehr leicht steigend k.K. k.K. Überlagerung setzt sich bis zum Turnende fort (insgesamt 1850 ms) tiefes Register, geringe Intensität


Beispiel 3.4 - Segmentelle Längung und Zögern

Diese Beispiel zeigt, dass die Unterscheidung zwischen unflüssigen und flüssigen Grenzen anhand phonetischer Indikatoren nicht immer eindeutig ist. Die prosodischen Grenzen in der Äußerung klingen phonetisch nicht besonders zögerlich, da die Sprecherin keine starke Längung und keine Häsitationspartikeln verwendet. Werden jedoch syntaktische und semantische Informationen mit einbezogen, zeigen sich deutliche Abweichungen zwischen syntaktischer und prosodischer Phrasierung. So entsteht der Eindruck, dass die Sprecherin sich von Wort zu Wort "vorarbeitet" und keinen Plan für die Gesamtäußerung hat.

Die Sprecherin macht an fast jeder etikettierten prosodischen Grenze eine Pause, hierbei sind die Dauern der Pausen wesentlich kürzer als bei der Sprecherin in Beispiel 3.1.

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Textreferenz:  5.1.1, 5.3
Korpusreferenz: Dialog: l03a, Sprecherin A: KPA, Sprecherin B: APE, Beginn: 180 sek. , Ende: 190 sek.
Audiodatei: Files/unfluessig/l03a01_u.wav

Transliteration:
01 A: sie hat ihren 01 typen verloren. 02 der hat sie betrogen 03 mit
02 A: dieser 04 bescheuerten 05 amerikanischen 06 tussi, mit dieser
03 A: jungen 07 pat. 08
04 B: ach so. die kenn' ich auch gar nicht.
05 A: ach so, % supernervig.

Phonetische Beschreibung:
Grenze
Kontur Reset Längung Pause/Atmen/Überlagerung Sonstiges
01 eben - + - -
02 tief fallend + + 100 ms Pause Laryngalisierung und Verhauchung
03 leicht fallend+hoch steigend + + 260 ms Pause -
04 eben - + 220 ms Pause -
05 leicht fallend + + 330 ms Einatmen -
06 leicht fallend + + 240 ms Pause -
07 leicht fallend + + 240 ms Pause -
08 leicht fallend k.K. k.K. 300 ms Pause bis zur Turnübernahme Sprecherwechsel folgt


Beispiel 3.5 - Starke segmentelle Längung am Wortende

Beispiel 3.5 zeigt temporale und phonatorische Veränderungen, die vermutlich durch Verzögerungen in der Äußerungsplanung ausgelöst werden. Sprecherin B beantwortet die Frage von Sprecherin A nach dem Grund der Feier und muss anscheinend während der Antwort noch überlegen. Das zeigt sich zum einen durch die initiale Häsitationspartikel und zum anderen in der Dauerstruktur und Stimmqualität des ham. Die Gesamtdauer des finalen Nasals von ham liegt bei 600 ms, wobei der zweite Teil glottalisiert ist. Zum Vergleich: Die Dauer des finalen Nasals in sein liegt bei 150 ms.

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Textreferenz: 5.1
Korpusreferenz: Dialog: l03a, Sprecherin A: KPA, Sprecherin B: APE, Beginn: 258 sek., Ende: 262 sek.
Audiodatei: Files/unfluessig/l03a02_u.wav

Transliteration:
01 A: was ham die denn gefeiert?
02 B: ähm die ham sein' doktortitel gefeiert.


Beispiel 3.6 - Starke segmentelle Längung am Wortbeginn

Dieses Beispiel zeigt starke Häsitationslängung am Wortbeginn. Hier liegt die Dauer des /j/ in ja (Zeile 01) bei 750 ms. Darauf folgt die Sequenz also ich mein ähm also ich ich denk', die ebenfalls darauf hindeutet, dass der Sprecher noch nicht genau weiß, was er sagen will, und sowohl durch segmentelle Längung als auch durch Häsitationspartikeln und Füllwörter Zeit gewinnen will, um seine Äußerung zu planen.

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Textreferenz:  5.2.1.2
Korpusreferenz: Dialog: l06a, Sprecher: TRA, Beginn: 33 sek. , Ende: 38 sek.
Audiodatei: Files/unfluessig/l06a02_u.wav

Transliteration:
01 A: ja also ich mein ähm also ich ich denk' wir wir sollten am besten mal
02 A: vom an/ beim anfang des films anfangen


Beispiel 3.7 - Veränderliche Dauerstruktur

Dieses Beispiel illustriert die große Variabilität in der Dauerstruktur, hervorgerufen durch Planungsschwierigkeiten. Das Beispiel enthält in Zeile 03 drei Varianten des Wortes weil, die trotz ähnlicher Prominenz große Abweichungen der Segmentdauern zeigen. Das mittlere weil kann als flüssige Variante angesehen werden. Das erste und das letzte klingen durch starke lokale Dauerzunahmen unflüssig. Wortwiederholungen dieser Art sind oft im Zusammenhang mit unflüssiger Sprache zu beobachten (auch in Zeile 01 bei).

Das Beispiel zeigt deutlich den Unterschied zwischen der relativ klar im phrasenfinalen Reim lokalisierten finalen Längung an flüssigen prosodischen Grenzen und der schlecht vorhersagbaren Variation segmenteller Dauerstrukturen in Verbindung mit Sprechflussstörungen.

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Textreferenz: 5.1.3
Korpusreferenz: Dialog: l03a, Sprecherin A: APE, Sprecherin B: KPA, Beginn:164 sek., Ende 173 sek.
Audiodatei: Files/unfluessig/l03a03_u.wav

Transliteration:
01 A: urszula wollte bei bei ihr wieder einziehen
02 B: ja, dass war bei mir auch.
03 A: weil(1) sie keinen hat, um den sie sich kümmern also weil(2) weil(3) sie
04 A: sich um röschen kümmern wollte.

Phonetische Beschreibung:
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Dauerstrukturen der drei Produktionen von weil in Zeile 03.

Tabelle 1
Segmentdauern der drei Realisierungen des Wortes weil in Zeile 03 in ms.
 

 weil(1)   weil(2)   weil(3) 
[v] 180 30 100
[ai] 415 140 130
[l] 110 70 230
gesamt 705 240 460

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Über allen drei Realisierungen verläuft eine leicht fallenden Kontur. Die Dauerstruktur für das zweite weil entspricht einer nicht zögerlichen, unakzentuierten Aussprache. Der Vergleich der Segmentdauern zwischen den auditiv deutlich gelängten Versionen (1) und (3) zeigt, dass in Version (1) vor allem der Konsonant im Onset und der Diphthong gelängt sind, in Version (3) hingegen der Onset und der Offset der Silbe. In Version (3) verändert sich zusätzlich zur Längung auch die Stimmqualität zu Knarrstimme (ähnlich wie ham in Beispiel 3.5).


Beispiel 3.8 - Syntaktischer Abbruch mit Glottalverschluss

Beispiel 3.8 zeigt eine Selbstunterbrechung. Die Sprecherin beginnt in Zeile 01 einen Satz und ändert nach bevor offensichtlich ihre Planung. Hier bricht sie den begonnenen Satz ab und stellt der Partnerin eine Frage. Die Unterbrechung wird mit einem deutlich hörbarem Glottalverschluss eingeleitet. Der Verschluss wird 250 ms gehalten, bis ein kurzes Einatmen und anschließend die Äußerungsfortsetzung folgt. Der Ursprung solcher Glottalverschlüsse bei Abbrüchen am Wortende kann nicht eindeutig geklärt werden. Zum einen besteht die Möglichkeit, dass sie als konventionalisiertes phonetisches Signal die Unterbrechung markieren und den Willen zur Turnfortsetzung signalisieren ('holding silence', Local & Kelly 1986), zum anderen kann in solchen Fällen nie ausgeschlossen werden, dass die Äußerung bereits weiter geplant war und ein Wort folgen sollte, das mit einem Vokal beginnt. In diesem Fall kann das Schließen der Glottis auch in Verbindung mit dem zu erwartenden harten Vokaleinsatz stehen.

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Textreferenz:
  4.2.1.4, 5.1, 5.1.4
Korpusreferenz: Dialog: l02a, Sprecherin: AHA, Beginn: 143 sek., Ende: 149 sek.
Audiodatei: Files/unfluessig/l02a02_u.wav

Transliteration:

01 A: und das ist kurz bevor 01 wieso meinte er in der letzten szene,
02 A: dass tanja sich aus 'm staub machen würde?


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